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ZitatIch krieg' von dir niemals genug. Du bist in jedem Atemzug. Alles dreht sich nur um dich. Warum ausgerechnet ich?
Es beginnt mit einer Reise in die Vergangenheit: Wir befinden uns Anfang der 70er Jahre, als Severus Snape und Lucius Malfoy noch junge Burschen waren, die die üblichen Teenie-Probleme haben und sich nebenbei mit dem Schulstoff rumschlagen müssen als wäre das das Normalste auf der Welt. Wäre es auch, wenn es sich hierbei nicht um die Zaubererschule Hogwarts handeln würde. Ja, liebe Leserschaft, richtig gehört gelesen, noch eine Fanfiction im HP-Universum. Sorry not sorry (◍•ᴗ•◍)❤
Es ist angedacht, nach der Retrospektive einen Sprung ins Erwachsenen-Alter der Herren zu machen, um die bekannte Geschichte gänzlich auf den Kopf zu stellen. Man darf gespannt sein, welche Dramen sich ergeben. Wir sind auf Herzschmerz, toxische Beziehungen, verletzte Egos, moralische Verfehlungen, diverse Tabu-Themen (Machtmissbrauch, Diskriminierung, Mobbing) und (Homo-)Erotik aus. Wer das nicht ab kann, sollte spätestens jetzt das Fensterchen schließen und sich andere Lektüre zu Gemüte führen.
Obschon hier Canon-Charas gespielt werden, nehmen wir uns die künsterlische Freiheit, sie nach unserem eigenen Gutdünken zu gestalten und zu entwickeln. Es wird sich zwar grob am Original orientiert, aber es ist kein Muss, sich an Lore und Charakteristika zu 100% zu halten. Wir machen unser eigenes Ding daraus.
ZitatHab' mich geschunden, gewunden.
Lass' mich gehen. Warum musst du mich mit meiner Sehnsucht quälen?
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ZitatDeine Hölle brennt in mir. Du bist mein Überlebenselixier. Muss ich denn sterben, um zu leben?
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ZitatIch bin zerrissen. Wann kommst du meine Wunden küssen? Du bist schon da, ganz nah. Ich kann dich spüren…
♕ Lucius Abraxas Malfoy
- 8. September 1960, Reinblut
- Malfoy Manor, Grafschaft Wiltshire, England
- Sohn von Abraxas Malfoy, Ehemann von Narzissa Black und Vater von Draco Malfoy
- Haus Slytherin (1971–1978)
- Vertrauensschüler und Mitglied im Slug-Club
- Zauberstab: 18 Zoll, Ulmenholz, Drachenherzfaser (integriert in einen Gehstock, ein Familien-Erbstück)
- Patronus: nicht vorhanden
- Gesinnung: Todesser
Lucius Malfoy wurde mit einem goldenen Löffel im Mund geboren. Finanzielle Sorgen kannte er nicht. Er wuchs in Hülle und Fülle auf, entsprechend groß war sein Hochmut. Die Arroganz troff ihm regelrecht aus jeder Pore, während er über den Schulhof stolzierte und jeden spüren ließ, dass er sich für etwas Besseres hielt. Immerhin war er ein Malfoy! Der Spross einer hochwohlgeborenen Adelsfamilie, die seit Generationen reinblütig war. Eine Rarität! Selbstverständlich stieg ihm diese Überheblichkeit zu Kopf. Stets sah er von oben auf seine Mitschüler herab, wusste seinen Ruf und seine Macht bestens einzusetzen, um andere einzuschüchtern, zu unterdrücken oder auszunutzen. Leider waren seine schulischen Leistungen nicht immer die Besten. Obschon er seine Schwächen zu kaschieren wusste, half ihm diese Kunst bei den Abschlussprüfungen nicht weiter. Insbesondere Zaubertränke bereitete ihm große Probleme, weshalb er sich seinen Klassenkameraden Severus Snape dienlich machte. Ein Gefallen für einen Gefallen, lautete das Abkommen. Snape würde sich fortan in Lucius Herrlichkeit sonnen dürfen und Lucius wiederum durfte von Snapes Fachwissen profitieren.
Im fünften Jahrgang wurde Lucius zum Vertrauensschüler ernannt, was seinem ohnehin schon großen Ego einen zusätzlichen Push gab. Hinzu kam die Mitgliedschaft im elitären Slug-Club, die er ganz klar Snape zu verdanken hatte. Ohne ihn wäre er nicht halb so gut in Zaubertränke und hätte demnach nicht die Aufmerksamkeit von Professor Slughorn auf sich gezogen.
Da die Familie Malfoy von altertümlichen Traditionen und Werten geprägt war, zogen ihn seine Eltern sehr konservativ auf. Er sollte der Vorzeigesohn der Familie werden, mit Bestnoten in der Schule und einer strahlenden Zukunft. Dazu gehörte eine standesgemäße Ehefrau und mindestens ein männlicher Erbe. Es war von Anfang an sein Schicksal, die Blutlinie zu erhalten und fortzusetzen. Alles andere kam nicht in Frage, schon gar nicht eine gleichgeschlechtliche Beziehung. Dass er anders gepolt war, merkte er recht früh, unterdrückte diese Neigung aber vehement, da er seine Eltern nicht enttäuschen wollte. Nicht auszudenken, wenn sie ihn enterbten! Wie sollte er ohne den ganzen Luxus überleben?
Nach seiner Schulzeit schloss er sich dem dunklen Lord an, weil er in ihm einen starken Verbündeten sah, der als einziger dazu imstande war, die hohen Ideale der Reinblüter in einer viel zu toleranten Welt zu etablieren. Für Lucius als auch seine gesamte Familie stand die Reinhaltung der Zaubererrasse an oberster Stelle.
Seine Geltungssucht brachte ihm Jahre später einen Posten im Schulbeirat sowie im Zaubereiministerium ein. Jene Posten erschlich er sich unter anderem durch horrende Spendengelder sowie geschickt eingefädelte Intrigen.
Als leidenschaftlicher Sammler von verbotenen Artefakten kam er in den Besitz einiger sehr seltene Schätze, darunter persönliche Gegenstände von Voldemort, die nach dessen ersten Sturz an unschätzbarem Wert erlangten.
Severus Snape
- Severus Tobias Snape ∿ Halbblutprinz
- 9. Januar 1960
- Spinner’s End, Cokeworth, England
- Halbblut (Mutter Hexe, Vater Muggel)
- Tobias Snape (Muggel), Eileen Prince (Hexe)
- Slytherin (1971–1978)
- Zauberstab: 13 ½ Zoll, Ebenholz, Drachenherzfaser
- Patronus: Hirschkuh
Severus Snape war von Anfang an ein Kind der Schatten. Aufgewachsen in Spinner’s End, zwischen grauen Fabrikschloten, sowie Armut und der Gewalt seines Muggelvaters, lernte er früh, dass Liebe ein Luxus war, der Anderen zustand. Seine Mutter, eine Hexe aus besserem Hause, hatte längst resigniert. Sein Vater, ein Muggel voller Bitterkeit, prügelte und schrie, bis aus dem Jungen ein Wesen wurde, das sich tief ins Innere zurückzog und lernte, Gefühle zu verbergen, weil sie nur Angriffsfläche boten. Dieses Dazwischen, weder Teil der Muggelwelt, noch je vollständig akzeptiert unter den Reinblütern, formte seine traurige Selbstverständlichkeit. Ein ewiger Außenseiterohne Heimat. In Hogwarts, wo er zum ersten Mal unter seinesgleichen leben sollte, fand er keine Erleichterung.
Er kam in das Schloss mit einer Mischung aus Hoffnung und Misstrauen. Hoffnung, endlich einen Platz zu finden, an dem er nicht länger der verachtete Sohn eines prügelnden Muggels sein würde und Misstrauen, weil er zu gut wusste, dass Schwäche überall denselben Gestank hatte, den Andere sofort wahrnahmen. Er wurde Slytherin, doch auch dort war er nie wirklich einer der Glänzenden. Wo seine Mitschüler mit Geld, Namen und Eleganz Eindruck machten, trug Severus schäbige Kleidung und ein Gesicht, das zu oft Spott hervorrief. Sein Trost war sein Verstand. Schon in den ersten Jahren zeigte sich, dass er in Zaubertränken und in den Dunklen Künsten mehr Talent besaß als viele ältere Schüler. Er schrieb eigene Zaubersprüche, korrigierte gedanklich die Anleitungen in den Lehrbüchern und entdeckte, dass Wissen Macht sein konnte, wenn man nichts anderes hatte, das einen schützte. Doch selbst in der Bibliothek, mit Tinte an den Fingern und düsteren Gedanken im Kopf, blieb er allein. Die Gryffindors verspotteten ihn, allen voran James Potter und Sirius Black. Ihre Demütigungen wurden legendär und hinterließen tiefe Narben in seinem verbliebenen Stolz. Die Wenigen, die in Slytherin seine Nähe suchten waren mehr Kameraden im Hass als echte Freunde. Die Ausnahme war Lucius Malfoy. Ein Erbe mit Namen, Geld und Ausstrahlung, alles, was Severus nie besitzen würde. Er schenkte ihm etwas, das für Severus von unschätzbarem Wert war. Aufmerksamkeit.Lucius war kein Freund im herkömmlichen Sinne, doch in SeverusAugen war er der Einzige, der ihn nicht nur als Außenseiter sah. Der Einzige, bei dem er nicht das Gefühl hatte, sich rechtfertigen zu müssen. Was bei anderen bloß Scham oder Spott hervorrief, verwandelte sich in seiner Nähe in ein leises Flackern von Zugehörigkeit. Für Severus war er während der gesamten Schulzeit die einzige Konstante, die mehr war als eine Zweckgemeinschaft oder offener Hohn, nicht verwunderlich also, dass er unweigerlich zu de, Mittelpunkt wurde, um den sich vieles in Severus innerer Welt drehte.
In seiner Suche nach Kontrolle über die Welt entwickelte ernicht nur für Zaubertränke eine fast unheimliche Begabung, sondern auch für die Kunst, den eigenen Geist abzuschirmen. Okklumentik und Legilimentik wurden zu seinen Waffen und gleichzeitig einem Panzer, hinter dem er alles verbarg, was jemals verletzlich war. Aus dieser Mischung von Schmerz und Genialität erwuchs ein Mann voller Widersprüche. Loyal bis in den Tod, wenn er sich einmal bandund zugleich unfähig, zu vergeben. Weder anderen noch sich selbst. Mutig genug zwischen zwei Extremen zu leben und doch so von seiner Vergangenheit gefesselt, dass er nie wirklich in der Gegenwart existieren kann. Seine Stärke lag in seiner Selbstkontrolle, seine Schwäche darin, dass er sich in der Bitterkeit einrichtete, als wäre sie sein Zuhause.
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